Beim zweitägigen Theaterfest der Domschulkinder dreht sich in diesem Jahr alles um die alttestamentliche Geschichte von Josef und seinen elf Brüdern.

Josef lebt mit seinen elf Brüdern und seinem Vater Jakob in Kanaan. Jakob liebt seinen Sohn Josef über alles und schenkt ihm einen prächtigen Mantel. Das bleibt seinen Brüdern nicht verborgen und sie werden neidisch. Als Josef ihnen seine Träume erzählt, beginnen sie ihn zu hassen. Bei der nächsten Gelegenheit schlagen sie Josef, werfen ihn in einen ausgetrockneten Brunnen und verkaufen ihn schließlich als Sklaven nach Ägypten. Doch Gott begleitet Josef. Der junge Mann wird an einen Minister des Pharaos verkauft und steigt vom Sklaven zum Hausverwalter bei Potifar, dem „Sicherheitschef“ des Pharaos auf. Da er der Verführung durch Potifars Frau nicht folgt, wird er von ihr hereingelegt, fälschlich beschuldigt und kommt ins Gefängnis. Hier trifft er nach langer Zeit auf weitere Gefangene, den Bäcker und den Mundschenk des Pharaos. Josef deutet deren Träume, die sich bald darauf erfüllen. Seltsame Träume plagen auch den Pharao. Da erinnert sich der Mundschenk an seinen früheren Mitgefangenen. Sofort wird Josef aus dem Gefängnis geholt und deutet die Träume des Pharaos und sagt so sieben fette Jahre im Überfluss und sieben magere Jahre der Hungersnot voraus. Der Pharao erkennt die Weisheit in Josefs Prophezeiungen und ernennt ihn zu seinem Minister. Josef lässt in den ersten sieben Jahren überflüssiges Korn speichern um in den Zeiten der Not zu überleben. Als die Hungerjahre beginnen, kommen Menschen aus allen umliegenden Ländern um Korn zu kaufen. Auch Josefs Brüder aus Kanaan kommen in der Hoffnung auf Hilfe nach Ägypten. Josef erkennt sie, prüft sie und vergibt ihnen. Gottes Zuspruch und Treue haben Josef begleitet und ihm Mut gemacht, die schweren Zeiten zu überstehen.

Mit großer Darstellungskraft und Spielfreude boten die Viertklässler, die in jedem Jahr die Rahmenhandlung des Theaterfestes übernehmen, am 18. und 19. März im vollbesetzen Stadttheater eine überaus gelungene Darbietung. Die mitreißenden, aber auch nachdenklich stimmenden Lieder des Musicals sowie die zeitgemäßen Texte ließen die alttestamentliche Geschichte von Josef und seinen Brüdern (be-)greifbar werden und die Botschaft, dass Verzeihen und Vergebung besser sind als Rache, wurde eindrucksvoll deutlich.

Unterstützt wurden die Viertklässler durch die Erstklässler, die ihren Traumtanz überzeugend in Szene setzten, von den Zweitklässlern, die in einer großen Karawane mit Nomaden, Bauchtänzerinnen und Dromedaren („die haben nur einen Höcker“) über die Bühne zogen, sowie durch die Drittklässler, die mit ihrem energiegeladenen Erntetanz die sieben fetten Jahre gekonnt darstellten.

Umrahmt wurde die Aufführung von Auftritten des Chores. So standen alle 404 Domschulkinder aus 52 Nationen auf der Bühne und präsentierten selbstbewusst und stolz ihre Ergebnisse und machten die beiden Abende zu einem unvergesslichen Theaterfest. Der kräftige Applaus der Eltern und Gäste im Stadttheater belohnte die Mühen der Proben und viele Eltern zeigten sich stolz und auch überrascht über die tolle Leistung ihrer Kinder, die beim Theaterspielen, Singen, Tanzen und Musizieren selbstbewusst ihr Können zeigten. Am Ausgang erhielt jeder Zuschauer von den darstellenden Kindern Blumensamen und selbstgestaltete Josef-Karten in einem kleinen Jutesäckchen, auf denen der Zuspruch stand „Träume Gottes Plan, dann ist Er für dich da und deine Träume werden wahr!“ und so konnten alle Zuschauer, Erinnerungen, Anregungen und Ermutigungen von diesem Theaterfest mit nach Hause nehmen.

Theaterfest Mittwoch, 18.03.2026

Theaterfest Donnerstag, 19.03.2026

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