Unterricht in den Herkunftssprachen

(früher MSU: „muttersprachlicher Unterricht“ genannt)

An der Domschule gibt es für Grundschulkinder, deren Familien zugewandert sind, das Angebot des Unterrichts in den Herkunftssprachen Italienisch, Portugiesisch und Russisch.

Für Kinder mit Zuwanderungsgeschichte sind die mitgebrachten Herkunftssprachen und die Kultur der Herkunftsländer Teil ihrer Identität; sie sind für ihre Persönlichkeitsentwicklung von besonderer Bedeutung. Überdies ist Mehrsprachigkeit ein kultureller Reichtum in einer zusammenwachsenden Welt. Eine gute Kenntnis der Muttersprache, in der Familie erlernt und beim „Muttersprachlichen Unterricht“ erweitert, ist ein hervorragendes Fundament für den Erfolg in der deutschen Schule. Nur wer seine Muttersprache gut kennt, kann auch andere Sprachen gut lernen. Der Unterricht in der Herkunftssprache geht von der Zweisprachigkeit der Schülerinnen und Schüler aus. Ihre Sprachen werden zueinander in Bezug gesetzt, um ihre gesamte Sprachkompetenz zu erhöhen und Sprachbewusstheit zu fördern. Einige Hinweise zum Unterricht in den Herkunftssprachen

  1. Der Unterricht ist kostenlos.
  2. Die angemeldeten Schülerinnen und Schüler sind verpflichtet, das ganze Jahr den Unterricht regelmäßig zu besuchen.
  3. Der Unterricht in den Herkunftssprachen ist zusätzlicher Unterricht, der keinen regulären Unterricht ersetzt.
  4. Dieser Unterricht wird im Anschluss an den regulären Unterricht der Kinder erteilt.
  5. Die Kinder bekommen ein zusätzliches Zeugnis mit eigener Note.
  6. Im 9. und 10. Schuljahr kann eine gute Note im Unterricht der Herkunftssprachen eine schlechte Note einer anderen Fremdsprache ausgleichen.

Mehr zum Thema „Unterricht in den Herkunftssprachen“ im Erlass vom 21.12.2009:

http://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Schulrecht/Erlasse/Herkunftssprache.pdf